Der Geist von Torgau

Dass schon Martin Luther, der große Reformator, im 16. Jahrhundert seine Spuren in Torgau
hinterließ, Napoleon Anfang des 19. Jahrhunderts Torgau zur Festung ausbaute, sei nur am
Rande erwähnt.
Viel näher an unserer Generation ist hingegen das erste Zusammentreffen von USamerikanischen
Truppen und der 1. Ukrainischen Front der Sowjetarmee im Raum Torgau.
Am 25.04.1945 kam es zum ,,Handschlag von Torgau‘‘ auf der zerstörten Elbbrücke.
Dieses Ereignis symbolisierte damals das nahe Ende des Zweiten Weltkriegs und macht
unser Torgau, noch heute, zu einem einzigartigen Ort in der europäischen Geschichte.
Völker der Welt, Amerikaner, Russen, Ukrainer zeigten, dass gemeinsamer Kampf für Frieden
möglich ist.
Torgau ist somit der beste Ort, um den friedlichen Geist wieder zu beleben und bewegte
mich dazu, Worte in Form eines offenen Briefes an den Oberbürgermeister von Torgau,
Herrn Henrik Simon, zu richten.

Hier findest du den Brief: Offener-Brief-OB-Simon-Torgau

S-Bahnlinie S4 zwischen Torgau und Falkenberg – vorsichtiges Aufatmen

Die Zukunft der S-Bahnlinie S4 zwischen Torgau und Falkenberg/Elster ist seit anderthalb Jahren Gegenstand intensiver Diskussionen. Die von einer Vielzahl von Faktoren und auch widerstreitenden Interessenslagen beeinflusste, verkehrspolitische Entscheidung hat weitreichende Auswirkungen auf die wirtschaftliche Entwicklung, die Lebensqualität und die Zukunftsfähigkeit einer gesamten Region zwischen Nordsachsen und dem brandenburgischen Elbe-Elster-Kreis.“

Ursprünglich war vorgesehen und auch bereits beschlossen, die S4 ab dem Jahr 2026 nur noch bis Torgau verkehren zu lassen. Der Abschnitt zwischen Torgau und Falkenberg/Elster – einschließlich wichtiger Haltepunkte wie Beilrode – sollte entfallen. Diese Pläne hätten insbesondere für den ländlich geprägten Raum Ostelbien gravierende Folgen gehabt. Die Region wäre deutlich schlechter an das Oberzentrum Leipzig angebunden gewesen, da dann lediglich Regionalexpress-Linien im Zweistundentakt zur Verfügung stünden.

Die Bedeutung der S4 geht weit über die schlichte verkehrliche Verknüpfung ihre Haltepunkte hinaus. Sie stellt eine zentrale Lebensader dar, die Sachsen und Brandenburg miteinander verbindet. Pendler, Schüler und Auszubildende sind täglich auf diese Verbindung angewiesen. Gleichzeitig ist sie ein entscheidender Standortfaktor für Gemeinden wie Beilrode oder Arzberg, die ohne eine leistungsfähige Schienenanbindung an Attraktivität verlieren würden.

Vor diesem Hintergrund formierte sich breiter Widerstand gegen die geplante Kürzung. Torgauer Kommunalpolitiker, Wirtschaftsvertreter, Abgeordnete aus Land und Bund sowie Bürger engagierten sich in Protestaktionen und Petitionen für den Erhalt der Strecke. Beispielhaft sei hier eine vom Torgauer Stadtrat Glimpel angestoßene Petition an den Sächsischen Landtag erwähnt, die das in eine Unterschriftenaktion eingearbeitete Anliegen von kommunalen Verantwortungsträgern der Region in ein formelles Petitionsverfahren vor dem Sächsischen Landtag überführte. Dieses bürgerschaftliche Engagement zeigte Wirkung: Der Betrieb der S4 bis Falkenberg konnte zunächst bis Ende 2026 gesichert werden. Dennoch blieb die langfristige Perspektive weiterhin ungewiss.

Doch nun kam Bewegung in die Sache: Mit Beschluss der Vorlage 09/2026 zur 100. Verbandsversammlung des Zweckverband Nahverkehrsraum Leipzig (ZVNL) am 30.03.2026 scheint der Kampf um den Fortbestand der Strecke bis 2030 erfolgreich zu verlaufen. Die Verbandsversammlung beschloss zusätzliche Verkehrsleistungen, insbesondere auch „neun Fahrtenpaare der S4 über Torgau hinaus nach Falkenberg“.

Da der Bund die Zweckverbände regelmäßig mit der Finanzierung seiner eigenen, reichlichen Zusatzwünsche an die kommunalen Aufgabenträger, weitestgehend allein lässt, muss hier der ZVNL auf Rücklagen für den Weiterbetrieb der Bestellverkehre dieser Strecke zurückgreifen. Aktuell geht der Zweckverband auf Grund des Deutschlandtickets von keinen wesentlichen Erlöszuwächsen aus, was die finanzielle Situation der Verkehrsverbände weiter deutlich verschärfen wird.

Der Fortbestand der S4 ist damit nicht nur ein Erfolg für engagierte Bürger, sondern auch ein wichtiges Signal für die Gleichwertigkeit von Lebensverhältnissen in Stadt und Land. Gerade strukturschwache Regionen sind auf verlässliche Infrastruktur angewiesen, um Abwanderung zu verhindern und Entwicklungsperspektiven zu sichern.

Ein Wehrmutstropfen bleibt aber: die Zustimmung der DB Regio AG könnte, wie in einem vom ZVNL beauftragten Gutachten thematisiert, auf Grund der Leistungsvolumenänderung in Form von geänderten kalkulierten Zugkilometern bzw. in Ansehung eines bereits erfolgten aber unter Gremienvorbehalt stehenden Zuschlages auf der Kippe stehen. Daher ist der Beschluss der Verbandsversammlung aus meiner Sicht mit vorsichtigem Optimismus zu genießen.

Heimat-Sicherheit-Vernunft: Landesparteitag in Löbau

„Der neue Vorstand verkörpert Kontinuität und Evolution zugleich.“ so unser Bundessprecher Tino Chrupalla zu den Ergebnissen des gestrigen Parteitages in Löbau.
Vor allem aber hat dieser Parteitag gezeigt, dass die Zeiten der Wahlergebnisse wie zu SED-Parteitagen offensichtlich vorbei sind.
Mit der Satzungsänderung zur Vergrößerung des Landesvorstand sind nun auch deutlich mehr Vertreter aus unseren Flächenkreisen im Vorstand präsent!
Jetzt gilt es die Reihen zu schließen und schon die Weichen zu stellen – mit Blick auf das Superwahljahr und die Regierungsübernahme 2029 in Sachsen ein weiterer wichtiger Impuls.

Das die Region Leipzig/Nordsachsen auch für die kommenden beiden Jahre gut vertreten ist, zeigt das Ergebnis von unserem Landtagsabgeordneten Ferdinand Wiedeburg als 1. stellv. Landesvorsitzenden hinter den beiden erneut im Amt bestätigten Landesvorsitzenden Jörg Urban und Generalsekretär Jan Zwerg.
Mit dem Leipziger Jurist Roland Ulbrich wurde zugleich ein konservativer Anker zum Mitglied in das Landesschiedsgericht berufen.
Komplettiert wird der Wahlsonnabend mit der Berufung unseres Landtagsabgeordneten Tobias Heller zum Delegierten in den Bundeskonvent, der für alle politischen und organisatorischen Fragen der Bundespartei zuständig ist.

Der Landesparteitag in Löbau war ein Erfolg auf ganzer Linie: diszipliniert, zielgerichtet und voller Zuversicht.
Der AfD-Kreisverband Nordsachsen geht gestärkt aus diesem Wochenende hervor und blickt mit Stolz auf seine Abgeordneten, seine Delegierten und die klare konservative Linie unserer Partei. Wir sind bereit für die kommenden Kämpfe – für ein starkes Sachsen, für ein sicheres Deutschland und für eine blaue sächsische Zukunft!

Abschließend möchte sich der Kreisvorstand bei allen anwesenden Delegierten sowie deren Stellvertretern für Eure Zeit und Mut bedanken.

DAMIT SACHSEN HEIMAT BLEIBT!

 

Aktuelle politische Lage in Deutschland

Am 20. März diskutieren dazu unser direkt gewählter Landtagsabgeordneter Ferdinand Wiedeburg gemeinsam mit dem Diplom Philosophen Peter Feist und der ehemaligen Landesvorsitzenden von Schleswig-Holstein Doris Fürstin von Sayn Wittgenstein in Eilenburg.

Wir freuen uns auf Sie – für einen kleinen Imbiss ist selbstverständlich gesorgt.

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