Nach den massiven Ausschreitungen, Blockaden, Behinderungen und Körperverletzungen des Bundesparteitags in Riesa im vergangenen Jahr und den Demonstrationen zur Gründung des neuen Jugendverbands „Generation Deutschland“ in Gießen mussten sich die Sicherheitsbehörden neue Strategien für einen sicheren Ablauf unseres 17. Bundesparteitags in Erfurt überlegen.
Dies gelang auch mit dem größten Polizeieinsatz in der Geschichte Thüringens. Schließlich hatten sich über 50.000 Demonstranten und Störer unseres Parteitages mit Unterstützung von Kirchen, Gewerkschaften, Verbänden und linken Parteien angekündigt.
Der Blockade-Plan ging allerdings nicht ganz auf, denn die Sicherheitsbehörden hatten die Zufahrten bereits weiträumig um Erfurt abgesperrt, die Delegierten schon sehr zeitig am Morgen mit Bussen von den vereinbarten Treffpunkten im Umland Erfurts gesammelt und mit massivem Polizeiaufgebot auf das Messegelände begleitet.
Somit konnte der Parteitag pünktlich 10 Uhr beginnen. Als Vertreter unsere Kreisverbands waren unser Bundestagsabgeordneter René Bochmann sowie unser Landtagsabgeordneter Tobias Heller mit dem Landesverband Sachsen vor Ort. An dieser Stelle gilt unser Dank den eingesetzten Sicherheitskräften – auch aus Sachsen – die diese Veranstaltung begleiteten.
Leider gab es erneut Angriffe auf Medienvertreter, die wir aufs Schärfste verurteilen!
Nachfolgend der neue AfD-Bundesvorstand für die kommenden beiden Jahre:
Tino Chrupalla (Sachsen) mit 70 %
Alice Weidel (Baden-Württemberg) 83%
Sven Tritschler (NRW) 51%
Stefan Möller (Thüringen) 77%
Katrin Ebner-Steiner (Bayern) 56%
Hannes Gnauck (Brandenburg) 51%
Alexander Jungbluth (Rheinland-Pfalz) 66%
Dennis Hohloch (Brandenburg) 82%
Marc Jongen (Baden-Württemberg) 80%
Martin Reichardt (Sachsen-Anhalt) 85%
Heiko Scholz (Hessen) 89%
Micha Fehre (Niedersachsen) 64%
Maximilian Kneller (NRW) 74%
Jean-Pascal Hohm (Brandenburg) 79%
Nach mehreren Wählgängen setzte sich als neuer Schatzmeister Hannes Gnauck durch und löste nach über 6 Jahren Bundesschatzmeister Carsten Hütter ab.
Darüber hinaus gab es nur wenige „Kampfkandidaturen“ um die entsprechenden Plätze der stellvertretenden Vorsitzenden, Beisitzer, Bundesschiedsrichter oder Rechnungsprüfer.
Eine Überarbeitung der „Unvereinbarkeitsliste“ wurde vorerst wieder nicht vorgenommen und auf die kommenden 12 Monate verschoben.
Dieser Parteitag hat gezeigt, dass wir uns weiterentwickelt und professionalisiert haben – sei es bei der Presse- und Medienarbeit aber auch im allgemeinen Umgang zu Parteitagen.
Wir wünschen allen einen erfolgreichen Wochenstart bzw. einen schönen Ferienbeginn.
Ihr Kreisvorstand Nordsachsen
